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Lichtraumprofil über öffentliche Verkehrsflächen

Um Hecken, Sträucher und Bäume an Straßen und Wegen in den korrekten Abmessungen zurückschneiden, hilft das sogenannte Lichtraumprofil, um dessen Beachtung gebeten wird.

Die Gemeindeverwaltung weist darauf hin, dass nach § 26 Abs. 2 des Thüringer Straßengesetzes Anpflanzungen aller Art so angelegt werden müssen, dass sie nicht in den Lichtraum der Straße und des Gehweges ragen oder die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, auch der Fußgänger, beeinträchtigen.

Die Anlieger an den öffentlichen Straßen und Wegen, dazu zählen auch Feldwege und Gehwege, werden gebeten, Bäume und Sträucher, die verkehrsbehindernd in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragen, so zurückzuschneiden, dass die Verkehrsteilnehmer und Fußgänger nicht beeinträchtigt werden.

Dabei gelten folgende Regelungen: Einzuhalten sind jeweils eine Mindesthöhe

1. von 4,50 m über der gesamten Fahrbahn;

2. von 2,50 m über Radwegen;

3. von 2,50 m über Fuß-,Gehwegen.

An Straßeneinmündungen und -kreuzungen müssen Hecken, Sträucher und andere Anpflanzungen stets so niedrig gehalten werden, dass eine ausreichende Übersicht für die Kraftfahrer gewährleistet ist. Diese Anpflanzungen dürfen im Allgemeinen nicht höher als 1,00 m sein.

Verkehrszeichen und Straßenlaternen dürfen nicht verdeckt werden.

Die Anpflanzungen sind so zurückzuschneiden, dass die Verkehrszeichen von den Verkehrsteilnehmern ständig rechtzeitig ohne Sehbeeinträchtigungen wahrgenommen werden können.

Anlieger können durch rechtzeitiges Zuschneiden der Bäume, Sträucher und Hecken mithelfen, Unfälle zu vermeiden und sich selbst unter Umständen viel Ärger ersparen.

Die Regelung des Naturschutzgesetzes, das in der Zeit von 1. März bis 30. September eines jeden Jahres das Schneiden von Gehölzen verbietet, greift hier nicht. Grundstückseigentümer sind im Gegenteil zu einem solchen Rückschnitt verpflichtet, handelt es sich doch um eine Maßnahme, die aus Verkehrssicherheitsgründen dringend erforderlich ist und im öffentlichen Interesse liegt.

Bei Grundstückseigentümern, die ihren Pflichten nicht nachkommen, hat die Gemeinde die Möglichkeit, den, in den öffentlichen Verkehrsraum ragenden Auswuchs auf Kosten der Eigentümer beseitigen zu lassen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Beseitigung bzw. das Zurückschneiden der, in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragenden Anpflanzungen, auf Kosten der Eigentümer bzw. der unmittelbaren Besitzer eines im Umfeld einer öffentlichen Verkehrsfläche gelegenen Grundstücks, behördlich angeordnet werden kann.